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Blick in den Mainzer Ratssaal
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Ratsinformationssystem

BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:1068/2019  
Art:Antrag (Stadtrat)  
Datum:20.08.2019  
Betreff:Beginn mit den Planungen eines neuen Stadtteils (CDU)
Untergeordnete Vorlage(n) 1068/2019/1
  1068/2019/2
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Antrag (Stadtrat) Dateigrösse: 224 KB Antrag (Stadtrat) 224 KB

Begründung:

 

Die Landeshauptstadt Mainz ist eine attraktive Stadt, die sich in den letzten Jahren einen starken Zuzugs erfreut. Während im Jahr 2010 noch ca. 200.000 Menschen in Mainz lebten, sind es heute schon 220.000. Das entspricht einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von ca. 2.000 Menschen. Das Rhein-Main-Gebiet ist eine der bedeutensten Metropolregionen Europas. Sie bietet Arbeitsplätze und ist ein internationaler Knotenpunkt für Güter, Dienstleistungen, Finanz- und Informationsströme. Die Strahlkraft reicht bis nach Mainz, was die rheinland-pfälzische Hauptstadt zu einer begehrten Alternative zu Frankfurt macht. Durch die stetig steigende Einwohnerzahl ist die Stadt nicht mehr in der Lage, ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Rasant steigende Mietpreise sind die Folge. Um den immer größer werdenden Bedarf zu decken, mangelt es an genügend Fläche, da auf dem bestehenden Stadtgebiet kaum noch neue Baugebiete ausgewiesen werden können. In Sachen Stadtplanung wurde in den vergangenen Jahren zu wenig getan und es wurden keine Ideen entwickelt, wie den steigenden Mieten begegnet werden könnte. Die in den letzten Jahren entwickelten Baugebiete, wie das Heiligkreuz-Areal, die ehemalige Peter-Jordan-Schule sowie das Schützenhaus Fort Gonsenheim sind lediglich auf Sondereffekte zurückzuführen und nicht auf ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept. Das Hauptaugenmerk wurde hingegen auf Nachverdichtung gelegt. Beispiele wie der Martin-Luther-King-Park sowie die Daniel-Brendel-Straße und die Universitätsstraße in Drais zeigen jedoch, dass Nachverdichtung häufig das Stadtbild stört oder auf die Kosten von Grün- und Freizeitflächen geht. Dabei sind diese für die Attraktivität der Stadt ebenso notwendig, wie bezahlbarer Wohnraum. Um die Wohnungssituation in Mainz zu entspannen, reichen diese Maßnahmen nicht aus. Der einzige Weg um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Wohnungsmarkt nachhaltig zu entlasten, ist ein neuer Stadtteil. Durch ihn können ausreichend viele Baugebiete ausgewiesen werden, um die Nachfrage in den kommenden Jahren zu decken. Außerdem bietet ein neuer Stadtteil die Möglichkeit, eine innovative Stadtplanung zu betreiben, neue Wohnformen zu etablieren, die Lebensqualität in Mainz zu verbessern und Mainz zu einem Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu machen.

Mainz ist und bleibt eine weltoffene Stadt. Den Zuzug zu verbieten und eine Mauer um das Stadtgebiet zu ziehen, kann keine Antwort auf die steigende Wohnungsraumnachfrage sein. Vielmehr müssen moderne Lösungen für die wachsenden Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt gefunden werden. Ein neuer Stadtteil wäre ein mutiger und zukunftsorientierter Schritt in die richtige Richtung.

 

Eine weitere Begründung erfolgt mündlich.

 

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