Betreff
Steinbruch – Abfalldeponie versus „Urban Mining“ (ÖDP)
Vorlage
0324/2015
Art
Anfrage (Stadtrat)

Laut AZ-Artikel vom 30.1.2015 besteht bei ansässigen Bauunternehmern (Gemünden,

Lang) der Wunsch nach einer Mülldeponie für Mainz. Dort soll nicht sauber getrennter

Bauschutt auf günstige Weise entsorgt werden können. Für den Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz hätte dies den Vorteil, Einnahmen über die daraus resultierenden Gebühren generieren zu können. Standort für dieses auf den ersten Blick klassische „Win-Win-Projekt“ soll der Weisenauer Steinbruch sein.

 

Die Stadt Mainz hat bereits mehrfach angekündigt, eine entsprechende Genehmigung bei der SGD Süd einholen zu wollen. Nach letztem allgemein bekanntem Stand soll dies im März geschehen. Dem muss allerdings ein Beschluss des Stadtrates zugrunde liegen. Dieser wurde ebenfalls noch nicht gefasst.

 

Die Stadt sollte sich in der Frage der Müllbeseitigung jedoch nicht an dem für Müllerzeuger und Entsorger rentabelsten Weg messen lassen. Mainz ist zur Minderung des CO2-Ausstoßes und zur Schonung der  Ressourcen verpflichtet. Beides lässt sich nicht über die Einrichtung einer Deponie für belastete Abfälle erreichen. Auch mit Mülltourismus in die benachbarten Regionen ist selbstverständlich kein notwendiger Beitrag zum Schutz der Umwelt erreichbar.