Begründung:
Die
vorliegenden Zahlen zeigen, dass die Auslastung der Mainzer Bürgerhäuser
derzeit deutlich unterhalb einer wirtschaftlich optimalen Nutzung liegt,
insbesondere bei kleineren Räumen. Gleichzeitig besteht eine hohe
gesellschaftliche Bedeutung der Einrichtungen für das kulturelle und soziale
Leben in den Stadtteilen. Zudem belastet ein jährlicher Kostenzuschuss von 1,2
Millionen aus dem kommunalen Haushalt losgelöst von den Investitionskosten der
letzten Jahre die finanzielle Situation der Stadt Mainz.
Ziel
mit dem Beginn der Renovierung der Mainzer Bürgerhäuser sowie dem Hinzuerwerb
des Kulturheims in Weisenau war das Anstreben einer schwarzen Null. Solche
Ziele gilt es einzuhalten, denn sie sind Teil einer
Investitionsgesamtstrategie.
Das
gilt erst recht, wenn man die kommunale Haushaltslage seit einem Jahr die
Anhebung der Einnahmen von Steuern und Abgaben sowie auch die Neueinführung von
weiteren Belastungen als Begründung angeführt werden.
Allein
das Defizit der Mainzer Bürger Heuser zeigt, dass schon ein
kostenbewusstes Management in kommunalen Eigenbetriebenen dazu führen
kann, von der Einführung neuer Belastungen Abstand zu nehmen.
Eine
stärkere Differenzierung der Preisgestaltung zwischen kommerziellen und
nicht-kommerziellen Nutzungen sowie eine kritische Überprüfung bestehender
Förderstrukturen für Angebote über den Förderverein bieten die Chance,
bislang ungenutzte Potenziale zu heben und vorhandene Mittel zielgerichteter
einzusetzen.
Darüber
besondere im Bereich kleinerer Veranstaltungsräume – eine konzeptionelle Neu-
oder Weiterentwicklung erforderlich.
Ziel
ist ein ausgewogenes Modell, das Wirtschaftlichkeit, Auslastungssteigerung und
Gemeinwohlorientierung gleichermaßen berücksichtigt und so einen nachhaltigen
Betrieb der Bürgerhäuser sicherstellt.
