Betreff
Gemeinsamer Antrag: Junges Mainz: Freizeitflächen - konsumfrei, digital und sicher (CDU, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN, SPD )
Vorlage
0792/2026
Art
Antrag (Stadtrat)

Begründung:

Jugendliche benötigen im öffentlichen Raum eigenständige, frei zugängliche Orte, an denen sie sich unabhängig von Konsumzwängen aufhalten, treffen und entfalten können. Solche Flächen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität junger Menschen, stärken soziale Teilhabe und wirken präventiv gegen Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum.

In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene Vorstöße artikuliert und in städtische Gremien eingebracht. Diese Ansätze gilt es systematisch zusammenzuführen und dezernatsübergreifend auszuwerten, um bestehende Erkenntnisse effizient zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden.

Gleichzeitig zeigen sich innerhalb des Stadtgebiets deutliche Unterschied. Während in einigen Sozialräumen bereits Planungen oder Initiativen existieren, fehlen diese in anderen. Um eine gleichmäßige Entwicklung sicherzustellen, sollen insbesondere die Ortsbeiräte vor Ort aktiv in die Identifikation geeigneter Flächen eingebunden werden.

Die konkrete Ausgestaltung der Flächen soll sich an bewährten Beteiligungsformaten orientieren, insbesondere am Verfahren der Spielplatzbeteiligung im Rahmen des Projekts Kinderfreundliches Mainz. Eine frühzeitige und strukturierte Einbindung der jugendlichen Zielgruppe stellt sicher, dass die Flächen bedarfsgerecht geplant werden und langfristig angenommen werden.

Für die Ausgestaltung der Flächen sind gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu zählen insbesondere digitale Infrastruktur wie WLAN und Lademöglichkeiten, Maßnahmen zur Gewährleistung von Sicherheit und Sauberkeit, eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr sowie eine umweltverträgliche Beleuchtung zum Schutz der umliegenden Fauna. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass die Realisierung geeigneter Flächen nicht daran scheitert, dass einzelne dieser Ausstattungsmerkmale nicht vollständig umgesetzt werden können. Vorrang hat die tatsächliche Bereitstellung nutzbarer Räume für Jugendliche.

Ein regelmäßiger Bericht im Jugendhilfeausschuss gewährleistet zudem Transparenz über den Umsetzungsstand und ermöglicht eine politische Begleitung des Prozesses.

Mit diesem Antrag wird ein wichtiger Schritt unternommen, um Mainz jugendfreundlicher zu gestalten und Jugendlichen attraktive, sichere und konsumfreie Freizeitmöglichkeiten zu bieten.