Begründung:
Der
Haushaltsplanentwurf 2026 der Stadt Mainz weist – wie in den Jahren davor und
sicher auch in den Folgejahren – strukturelle Defizite aus, die maßgeblich auf
nicht auskömmlich finanzierte Pflichtaufgaben zurückzuführen sind. Eine
systematische und transparente Darstellung dieser Finanzierungslücken erfolgt
bisher jedoch nur in Ansätzen.
Die
Einführung eines jährlichen Konnexitätsberichts ist erforderlich, um die
tatsächlichen Kosten kommunaler Pflichtaufgaben den erhaltenen Zuweisungen von
Bund und Land gegenüberzustellen. Eine genaue Aufschlüsselung der
nicht-finanzierten Pflichtaufgaben würde die Verstöße gegen das
Konnexitätsprinzip sichtbar machen. Dies wäre eine gute Grundlage, eine klare
Kommunikation von Forderungen in die Landes- und Bundesebene zu ermöglichen.
Gleichzeitig
ermöglicht diese Transparenz eine sachgerechte politische Bewertung des
Haushaltes für die Fraktionen des Stadtrates.
