Betreff
Ladebordsteine als platzsparende Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum (FDP)
Vorlage
0750/2026
Art
Anfrage (Stadtrat)

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Elektromobilität auch im urbanen Raum alltagstauglich wird. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen stößt der klassische Ausbau mit Ladesäulen jedoch immer wieder an praktische Grenzen: Gehwege sind eng, der öffentliche Raum ist knapp, und zusätzliche Aufbauten beeinträchtigen nicht selten Barrierefreiheit, Stadtbild und Aufenthaltsqualität.

Vor diesem Hintergrund rückt mit dem sogenannten Ladebordstein eine neue technische Lösung in den Blick. Dabei wird die Ladeinfrastruktur unmittelbar in den Bordstein integriert, sodass ein Ladepunkt im Straßenraum entstehen kann, ohne dass eine herkömmliche Ladesäule auf dem Gehweg errichtet werden muss. Nach Angaben von Rheinmetall und Berichten aus Köln sind mit dieser Lösung AC-Ladeleistungen von bis zu 22 kW möglich; Pilotprojekte wurden dort bereits im öffentlichen Raum erprobt und nach Angaben der Beteiligten weiterentwickelt.

Gerade für Mainz stellt sich deshalb die Frage, ob solche platzsparenden und stadtverträglichen Lösungen eine sinnvolle Ergänzung zur bisherigen Ladeinfrastruktur sein können – insbesondere dort, wo der Einbau klassischer Ladesäulen aus Gründen der Flächenkonkurrenz, der Barrierefreiheit, des Denkmalschutzes oder der Gestaltung des öffentlichen Raums problematisch ist. Die Stadt Mainz verfolgt nach eigener Darstellung einen bedarfsgerechten Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur und prüft hierfür regelmäßig Zulassungszahlen sowie die Auslastung bestehender Ladepunkte.